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Das Wandelbild
Das Wandelbild ist ein einziges Ölbild. Es wird nicht fertig, sondern übermalt – Schicht um Schicht, an jedem Ort, den Ludwigs Weg berührt. Was hier zu sehen ist, ist der Anfang: die ersten Schichten, mehr noch nicht. Der Film wächst mit dem Bild.
Jede Schicht wird tausendfach fotografiert und zu einem Film montiert, in dem das Entstehen und das Übermalen sichtbar bleiben. Später werden die ungehörten Stimmen zum Klang dieses Films: die Lieder der Menschen, an denen Ludwigs Weg vorbeiführte, werden sein Soundtrack.
⟨VIMEO – hier kommt der Verweis auf den Film des bisherigen Standes.
Die Schichten
Dritte Schicht – Hrabyně, 1. September 2026
Am 1. September, dem Jahrestag des Überfalls auf Polen, entsteht die dritte Schicht am tschechischen Nationaldenkmal des Zweiten Weltkriegs in Hrabyně.
Nach der Station in Mainz arbeitet Budian am 1. September - dem Tag des Kriegsbeginns - am Tschechischen Nationaldenkmal für den Zweiten Weltkrieg in Hrabyně, wenige Kilometer von dem Dorf, in dem Ludwigs Regiment auf den Einmarsch wartete. Von dort reist er weiter nach Polen und malt an Orten aus dem Feldtagebuch seines Großvaters.
Zweite Schicht – St. Christoph, Mainz, 22. August 2026
In der Kriegsruine St. Christoph in Mainz kommt am 22. August 2026 die zweite Schicht hinzu.
Dass die zweite Schicht nun in Mainz entsteht, hat mit dem speziellen Ort zu tun. St. Christoph ist so geblieben, wie der Krieg die Kirche zurückließ: Hier wird sichtbar, was am Ende durch die Überzeugungen wie Ludwigs übrigblieb
St. Christoph, Mainz
Erste Schicht – Kaiserslautern, 11. April 2026
Stefan Budian startet Kunstprojekt (DLF Kultur, 11.4.2026)
Kunstprojekt kreist um Nazi-Vergangenheit (Rheinpfalz, 13.4.2026)
Vor der Fruchthalle in Kaiserslautern. 1935 marschierte hier ein SA-Propagandazug vorbei – fotografisch dokumentiert, ganz vorne Ludwig, damals SA-Zugführer der Stadt. Am 11. April 2026 stand ich dort, wo der Fotograf damals stand, stellte eine Leinwand auf und begann zu malen.
Die erste Schicht Farbe auf einer Leinwand, die danach durch Tschechien, durch Polen und wieder zurück nach Deutschland wandern wird. Zugleich der erste öffentliche Akt: nicht mehr nur Recherche, Gespräche, Archiv, sondern sichtbar. Die Eröffnungsansprache hielt Dr. Bernd Klesmann, Stadtarchivar von Kaiserslautern.
→ Ausführlich: „Erste Schicht" – Kaiserslautern, April 2026
→ Die ungehörten Stimmen – der Gegenklang zum Wandelbild