Dies ist eine alte Version des Dokuments!
Die ungehörten Stimmen
Bei den ungehörten Stimmen geht es um Menschen, denen Ludwig Breining auf seinem Weg hin zum Überfall auf Polen begegnet ist (oder hätte begegnen können), ohne sie wirklich wahrzunehmen. Für ihn waren es Randfiguren. Für das Projekt aber sind das Schicksale und in vielen Fällen Menschen, an denen Ludwig sich schuldig gemacht hat. Die ungehörten Stimmen wollen versuchen, diese Menschen sichtbar und hörbar zu machen. Dazu wird eine Methode verwendet, um aus dem Resonanzfeld historischer Recherchen zusammen mit KI mögliche Figuren im Umfeld von Ludwig zu erschaffen.
Diese Methode wurde in einem eigenen Projektteil überprüft. Nähere Informationen finden Sie hier. Narva: Stimmen an der Grenze. Diese Stimmen sollen das Feldtagebuch von Ludwig um einen Kontext ergänzen, der, wenn Ludwig ihn hätte wahrnehmen können, ihn vielleicht daran gehindert hätten, zu sein, was er war.
Stefan Budian Mainz, April 2026
- Emil — Kaiserslautern, 1897–1943. Metallarbeiter, Gewerkschafter, Osthofen-Häftling. Er stand am Straßenrand, als Ludwig vorbeimarschierte.
- Schmuel — Eine Stimme aus Ostgalizien um 1939. In dem Sommer, als Ludwig in seinem Sammellager in der Tschechoslowakei auf den Einmarschbefehl wartete und in sein Feldtagebuch schrieb, saß Schmuel auf einem Stein vor seinem Haus.