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Ludwig - Überfall und Überzeugung

Ein Kunst-Projekt zur Erinnerungskultur im deutsch-polnischen Raum

Projektbeschreibung

Projektträger

Stefan Budian, freischaffender Künstler

Zielsetzung

Das Projekt reflektiert die Biografie des Wehrmachtssoldaten Ludwig Breining (*11.10.1911, †12.5.1940) – dem Großvater des Künstlers – aus historischer und künstlerischer Perspektive. Das Ausgangsdokument ist ein detailliertes Feldtagebuch aus dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939, das kürzlich in der Familie wiederentdeckt wurde. Die persönliche Verstrickung des Soldaten wird künstlerisch beleuchtet, ohne moralische Einordnung, sondern mit dem Fokus auf die Spannungsfelder von Überzeugung, Gruppendynamik und historischem Geschehen. Die Überlegung, ob das Feldtagebuch veröffentlicht werden solle oder nicht führte zu diesem Projekt: Zunächst will der Künstler für sich selbst verstehen und einordnen, was damals geschehen ist, wer sein Großvater war und wie er dazu wurde.

Projektform

Das Vorhaben umfasst eine dokumentarisch begleitete Recherche- und Begegnungsreise nach Polen, szenische Malerei, schriftliche Reflexionen sowie die Entwicklung eines Online- und Buchformats. Im ersten Jahr sind bereits kleinere Ausstellungen und öffentliche Gesprächsformate geplant. Ziel ist ein nachhaltiger künstlerischer Beitrag zur Erinnerungskultur.

Relevanz

Das Projekt vermittelt Geschichte nicht über Belehrung, sondern über Begegnung, Kunst und persönliche Auseinandersetzung. Das Projekt richtet sich besonders an jüngere Menschen in Deutschland, Polen und Tschechien, die offen sind für neue Formen des Erinnerns.

Struktur

Die Umsetzung liegt bei Stefan Budian, unterstützt von mehreren Mitwirkenden in Bereichen wie Organisation, Recherche, Webdesign, Social Media und lokaler Projektkoordination an mehreren Standorten. Die Struktur des Projekts fußt auf einem inhaltlichen Konzept, bestehenden Kontakten in Polen, Tschechien und Deutschland sowie auf künstlerischen und historischen Bezugspunkten – insbesondere den Stationen der Truppe von Ludwig Breining im September 1939.

Dank

Das Projekt wäre ohne die Unterstützung der Heinz-Walter-Menke-Stiftung nicht realisierbar. Ihre Förderung schafft die Grundlage für eine kulturell bedeutende Arbeit, die über das individuelle Erleben hinaus einen gesellschaftlichen Beitrag zur Erinnerungskultur im deutsch-polnischen Raum leistet – offen, differenziert und reflektierend.