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text:tirana_23 [2023/09/26 18:44]
admin [Die Freiheit der Medien in Albanien]
text:tirana_23 [2024/06/13 19:55]
admin [Fatos, die Postdemokratie und die Hoxha-Zeit]
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 //17. September, im Flugzeug// //17. September, im Flugzeug//
  
-Auf dem Weg nach Tirana versuche ich, meine Fragen an diese Reise in mir selbst zu erlauschen. Albanien ist ein kleines Land, das nicht zur EU gehört, aber seit 2014 Beitrittskandidat ist. Am 19. Juli 2022 2022 haben die Beitrittsverhandlungen begonnen. +Auf dem Weg nach Tirana versuche ich, meine Fragen an diese Reise in mir selbst zu erlauschen. Albanien ist ein kleines Land, das nicht zur EU gehört, aber seit 2014 Beitrittskandidat ist. Am 19. Juli 2022 haben die Beitrittsverhandlungen begonnen. 
  
-1991 brach in Albanien eine kommunistische Diktatur zusammen, die 45 Jahre angehalten hatte und zu den extremsten in Europa gehörte, das Regime von Enver Hoxha. 1991 wurde ein traumatisiertes, verarmtes und isoliert-rückständiges Land in eine demokratische Zukunft entlassen. Die Hoxha Zeit war, so denke ich, eine komplette Antithese zu dem, was für mich das Ideal „des Westens“ ausmacht. Ich frage mich, ob ich dieses Ideal hier zu meinem Motiv machen könnteZu dem, was ich suche, als Realität oder als Sehnsucht - oder vielleicht auchwas ich nicht finden kann und was in seinem Fehlen deutlich wirdWas ist das Versprechen des „Westens“? Kann es Fuß fassen in einer Gesellschaft, die 1991 fast ausschließlich aus Tätern und Opfern eines brutalen autoritären Systems bestand? Wie vollzog oder vollzieht sich der Wandel von dort hin zur subsidiaren Gesellschaft? Besteht überhaupt die Aussicht dazu? Wie sieht man von Albanien aus den realen, träge-selbstgefälligen Westen? Gibt es hier auch diese bittere Ernüchterung, der ich im Osten des Westens immer wieder begegne? Beginnt man vielleichtdie Alternative zum Westen im Autoritarismus von China, Russland oder der Türkei als das kleinere Übel zur westlichen Heuchelei zu sehen?+Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlebte Albanien eine lange Zeit extremer Unterdrückung und Isolation. Im Jahr 1991 brach die stalinistische Diktatur von Enver Hoxha nach über 45 Jahren zusammenDamals wurde ein verarmtes und traumatisiertes Land in eine demokratische Zukunft entlassen. Die Hoxha Zeit war das Gegenteil dessen, was für mich das Ideal des „Westens“ ausmacht. Ich frage mich, ob ich diesen idealisierten „Westen“ hier zu meinem Motiv machen könnteZu dem, was ich suche? Als Realität – oder als Sehnsucht, als etwas, das nur in seinem Fehlen deutlich wird
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 +Was ist das Versprechen des „Westens“? Kann es Fuß fassen in einer Gesellschaft, die 1991 fast ausschließlich aus Täter*innen und Opfern eines skrupellosen autoritären Systems bestand? Wie vollzog oder vollzieht sich der Wandel von dort hin zur Subsidiaritäts-Gesellschaft? Besteht überhaupt die Aussicht dazu? Wie sieht man von Albanien aus den  träge-selbstgefälligen Westen“, wie er sich in der Realität zeigt? Gibt es hier auch diese bittere Ernüchterung, der ich im Osten des Westens immer wieder begegne? Beginnt man auch hiereine Alternative zum Westen im Autoritarismus von China, Russland oder der Türkei zu sehen? Als das kleinere Übel zur westlichen Heuchelei?
  
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-Am Tisch beim Abendessen gestern entspann sich mir gegenüber ein Gespräch zwischen Mitreisenden. Eine Frau aus Polen, seit Jahren in Deutschland und eine andere aus Frankfurt an der Oder, seit 20 Jahren in Berlin. Die junge Polin erzählte von ihrem Land, das sie verlassen hat. Sie würde gerne verstehen, warum Polen so wurde, so rechts. Wenn sie es verstehen würde, würde sie es vielleicht ändern können. Die beiden Frauen rätseln mit einer Art ratlosen Resignation gemeinsam über dieses Thema. Die Deutsche, aus der geistigen Enge von Frankfurt an der Oder geflohen sobald es gingschlägt vor, dass es an der religiösen Tradition Polens läge. An der Bindung der Menschen an die katholische Kirche. Vielleicht will sie sagen, die Gewöhnung an die Unterwerfung unter eine höhere Instanz und ihre weltlichen Vertretung verbaue den Menschen den Weg zu sich selbst. +Während des gestrigen Abendessens entwickelte sich am Tisch mir gegenüber ein Gespräch zwischen Mitreisenden. Eine Frau aus Polen, seit sechs Jahren in Deutschlandund eine andere aus Frankfurt an der Oder, seit 20 Jahren in Berlin. Die junge Polin sprach über ihr Land, das sie verlassen hatte. Sie würde gerne verstehen, warum Polen so geworden ist, so rechtslastig. Wenn sie es verstehen würde, könnte sie es vielleicht ändern. Die beiden Frauen grübelten gemeinsam mit einer Art ratloser Resignation über dieses Thema. Die deutsche Fraudie so schnell wie möglich aus der geistigen Enge von Frankfurt an der Oder geflohen istvermutet, dass es an der religiösen Tradition Polens liegt. An der Bindung des Volkes an die Katholische Kirche. Vielleicht will sie damit sagen, dass die Gewöhnung an die Unterwerfung unter eine höhere Autorität und deren weltliche Vertretung den Weg zu sich selbst versperrt.
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-In dem Gespräch der beiden klingt eine Sehnsucht nach dem an, was ich für diese Reise den Westen“ nennen willIn der Erwartung, dass Menschen, wenn sie diesen Westen gezeigt bekämen und die Chance hättendort hin zu gehen, das natürlich sofort und freudig tun würden. Die Polin scheint in einem Zustand zermürbender Fassungslosigkeit darüber zu sein, dass ihre Landsleute sich anders verhalten. Als ob sie sich, in einer unverständlichen masochistischen Anwandlung, eine schwer erkämpfte Freiheit selbst wieder nehmen würden.+Im Gespräch zwischen den beiden ist eine Sehnsucht nach dem, was ich für diese Reise den Westennennen möchteUnd sie haben die Erwartung, dass Menschen, denen dieser „Westen" greifbar vor Augen stehtsich sofort und freudig dorthin aufmachen würden.
  
-Ich erkenne „meinen Westen“ in der Sehnsucht der beiden Frauen. Aber ich habe einen Zweifel. Ich finde das Ideal des „Westes“ umfasst auch ein Verständnis für den menschlichen Wunsch nach OrdnugSicherheit und Bewahrung der TraditionenFür mich, so merke ich, gehört zum „Westen“ nicht nur die unbedingte Freiheit von aller Fremdbestimmtheit, sondern auch der Respekt für das, was für Menschen zu ihrer Identität gehörtOder besser: auch das ist ein Aspekt der westlichen Freiheit.+Die Polin ist fassungslos darüberdass ihre Landsleute sich anders verhaltenAls ob diese sich selbst eine schwer erkämpfte Freiheit wieder verweigern würdenWie in einem unverständlichen masochistischen Anfall.
  
 +Ich erkenne „meinen Westen“ in der Sehnsucht der beiden Frauen. Aber ich habe einen Zweifel. Ich finde das Ideal des „Westens“ umfasst auch ein Verständnis für den menschlichen Wunsch nach Ordnung, Sicherheit und Bewahrung der Traditionen. Ich merke, für mich gehört zum „Westen“ nicht nur die unbedingte Freiheit von aller Fremdbestimmtheit, sondern auch der Respekt für das, was für Menschen zu ihrer Identität gehört. Oder besser: Auch die Empfindung, an etwas gebunden zu sein, ist ein Aspekt der westlichen Freiheit.
  
 ===== Der Umbau von Stadt und Staat - ein erster Kontakt ===== ===== Der Umbau von Stadt und Staat - ein erster Kontakt =====
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 //18. September, Tirana// //18. September, Tirana//
  
-In Tirana wird gebaut. Der alte Stadtkern wird zur Seite gedrängt von ehrgeizigen, hochaufragenden Türmen. Die Stadtverwaltung versucht, die vielen illegalen Bauten und Umbauten nach und nach zu legalisieren oder abzureißen. Seit 2016 gibt es ein Grundbuch, das ausserdem online einsehbar ist. Online, d.h. anonym verfügbar für jede und jeden. Es gibt keine Torwächter mehr, die sich einen Zugang zu Information bezahlen lassen können. Das scheint ein Prinzip zu sein im Versuch, die Korruption in Albanien zurück zu drängen. Eine Mammutaufgabe, ein Kampf gegen einen vielarmigen Kraken.+In Tirana wird gebaut. Der alte Stadtkern wird zur Seite gedrängt von ehrgeizigen, hoch aufragenden Türmen. Die Stadtverwaltung versucht, die vielen illegalen Bauten und Umbauten nach und nach zu legalisieren oder abzureißen. Seit 2016 gibt es ein Grundbuch, das außerdem online einsehbar ist. Online, d.h. anonym verfügbar für jede und jeden. Es gibt keine Torwächter mehr, die sich einen Zugang zu Information bezahlen lassen können. Das scheint ein Prinzip zu sein im Versuch, die Korruption in Albanien zurück zu drängen. Eine Mammutaufgabe, ein Kampf gegen einen vielarmigen Kraken.
  
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-Man muss sich das Albanien der Hoxha-Zeit wie ein Nordkorea in Europa vorstellen, so wird der Bürgermeister der Stadt zitiert. Es gab kein Privateigentum, keine Rechte der Einzelnen gegenüber dem Staat. Deswegen gibt es heute kein „Vertrauen in den Staat“, an das man anknüpfen, das man wieder aufbauen könnte. Die Ideale des Westens haben hier keine Tradition, sie werden neu begründet. Eines der großen Probleme Albaniens ist die Auswanderung. Wie kann man sie verhindern, ohne die Menschen zum Bleiben zu zwingen? Teilhabe und Mitgestaltung sind ein Schlüssel, sagen uns die Vertreter einer Jugendorgansation unter dem Dach der UNO. So haben es sich auch UNO und  EU auf die Fahnen geschrieben: „Beteiligung statt Leistungsempfang“. Junge Leute sollen das Gefühl haben, sie können die Gesellschaft verändern und beeinflussen. Sie sollen das Gefühl haben, dass nicht nur alles so bleibt, wie es ist, und man sich ihre Duldsamkeit mit Almosen erkauft.+Man muss sich das Albanien der Hoxha-Zeit wie ein Nordkorea in Europa vorstellen, so wird der Bürgermeister der Stadt zitiert. Es gab kein Privateigentum, keine Rechte der Einzelnen gegenüber dem Staat. Deswegen gibt es heute kein „Vertrauen in den Staat“, an das man anknüpfen, das man wieder aufbauen könnte. Die Ideale des Westens haben hier keine Tradition, sie werden neu begründet. Eines der großen Probleme Albaniens ist die Auswanderung. Wie kann man sie verhindern, ohne die Menschen zum Bleiben zu zwingen? Teilhabe und Mitgestaltung sind ein Schlüssel, sagen uns die Vertreter*innen einer Jugendorganisation unter dem Dach der UNO. So haben es sich auch UNO und EU auf die Fahnen geschrieben: „Beteiligung statt Leistungsempfang“. Junge Leute sollen das Gefühl haben, sie können die Gesellschaft verändern und beeinflussen. Sie sollen nicht das Gefühl haben, dass alles so bleibt, wie es ist, und man sich ihre Duldsamkeit mit Almosen erkauft.
  
-In der Demokratie dauert alles lange und Albanien hat keine Zeit. Dem Kapitalismus werden kaum Regeln entgegen gestellt, auch die Rechtsprechung und die Gesetzgebung waren käuflich. Diese Zeit ist jetzt vorbei, so hoffen Menschen hier, zu deren Berufung das Hoffen gehört. Die Politiker und andere Gestalter der Zukunft. Im Justizministerium erklären uns die beiden stellvertretenden Justizminister*innen Klaijdi Karameta und Adea Pirdeni ihre Aufgaben an der Front der Korruptionsbekämpfung. Sie gehören zu denen, die vom Studium im Ausland zurück gekehrt sind. Man muss an den Umbruch glauben, bevor er Wirklichkeit werden kann. Die eigene Bevölkerung glaubt vielleicht noch nicht daran, aber trotzdem will man die Europäische Union davon überzeugen, dass Albanien auf dem Weg zu einem europäischen Musterland ist. Die Anforderungen der EU für den Beitrittskandidaten sind scharf, viel härter, als sie es für Bulgarien oder Rumänien waren. Die EU will sich nicht noch einen Problemfall einhandeln. Während Ungarn und Polen im eigenen Land die Gewaltenteilung in Frage stellen, wird sie in Albanien mit tiefgreifenden Justizreformen mühsam aus der Taufe gehoben. Über 50 % der Richter und Staatsanwälte wurden als unwürdig oder ungeeignet suspendiert. Manche davon sind jetzt im Gefängnis. Albanien ist eine riesige Baustelle mit riesigen Visionen, die das Überkommene zermalmen wollen und dürfen. Anders, so meint man, wird es nicht gehen.+In der Demokratie dauert alles langeund Albanien hat keine Zeit. Dem Kapitalismus wurden kaum Regeln entgegen gestellt, auch die Rechtsprechung und die Gesetzgebung waren käuflich. Diese Zeit ist jetzt vorbei, so hoffen Menschen hier, zu deren Berufung das Hoffen gehört. Die Politiker*innen und andere Gestalter*innen der Zukunft. Im Justizministerium erklären uns die beiden stellvertretenden Justizminister*innen Klajdi Karameta und Adea Pirdeni ihre Aufgaben an der Front der Korruptionsbekämpfung. Sie gehören zu denen, die vom Studium im Ausland zurück gekehrt sind. Man muss an den Umbruch glauben, bevor er Wirklichkeit werden kann. Die eigene Bevölkerung glaubt vielleicht noch nicht daran, aber trotzdem will man die Europäische Union davon überzeugen, dass Albanien auf dem Weg zu einem europäischen Musterland ist. Die Anforderungen der EU für den Beitrittskandidaten sind scharf, viel härter, als sie es für Bulgarien oder Rumänien waren. Die EU will sich nicht noch einen Problemfall einhandeln. Während Ungarn und Polen im eigenen Land die Gewaltenteilung in Frage stellen, wird sie in Albanien mit tiefgreifenden Justizreformen mühsam aus der Taufe gehoben. Über 50% der Richter*innen und Staatsanwält*innen wurden als unwürdig oder ungeeignet suspendiert. Manche davon sind jetzt im Gefängnis. Albanien ist eine riesige Baustelle mit riesigen Visionen, die das Überkommene zermalmen wollen und dürfen. Anders, so meint man, wird es nicht gehen.
  
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-Albanien ist ein altes Land und ein altes Volk mit einer alten Sprache und Kultur. Alles reicht zurück bis in die Vorzeiten Europas, lange bevor im nahen Griechenland die Demokratie erfunden wurde. Wie die Armenier im Kakasus haben die Albaner ihre Sprache und Kultur bewahrt, trotz Jahrhunderten von Besatzung und Unterdrückung. Noch immer ist die Identität als Albaner*in wichtiger als die Religionszugehörigkeit. Auch im Ausland, in der wirtschaftlichen Diaspora dieser Tage, bleibt die Identität erhalten. Ähnlich wie bei den Armeniern und bei den Juden. Der Kanun, eine überkommene Tradition für das, was Recht ist, durchdringt das Lebensgefühl, das Verhältnis zwischen Mensch, Welt und Gesellschaft. In manchen Teilen des Landes stärker, in anderen weniger. Wenn der Staat schwach war oder zum Feind wurde, konnte man sich darauf zurück ziehen. Die Blutrache gehört dazu, aber auch (und noch mehr) die Gastfreundschaft. Albanien ist das einzige Land in Europa, in dem nach dem zweiten Weltkrieg mehr Juden lebten als vorher. Die Juden wurden hier versteckt und beschützt, nicht abgewiesen und ausgeliefert.+Albanien ist ein altes Land und ein altes Volk mit einer alten Sprache und Kultur. Alles reicht zurück bis in die Vorzeiten Europas, lange bevor im nahen Griechenland die Demokratie erfunden wurde. Wie die Armenier*innen im Kaukasus haben die Albaner*innen ihre Sprache und Kultur bewahrt, trotz Jahrhunderten von Besatzung und Unterdrückung. Noch immer ist die Identität als Albaner*in wichtiger als die Religionszugehörigkeit. Auch im Ausland, in der wirtschaftlichen Diaspora dieser Tage, bleibt die Identität erhalten. Ähnlich wie bei den Armenier*innen und bei den Jüd*innen. Der Kanun, eine überkommene Tradition für das, was Recht ist, durchdringt das Lebensgefühl, das Verhältnis zwischen Mensch, Welt und Gesellschaft. In manchen Teilen des Landes stärker, in anderen weniger. Wenn der Staat schwach war oder zum Feind wurde, konnte man sich darauf zurück ziehen. Die Blutrache gehört dazu, aber auch (und noch mehr) die Gastfreundschaft. Albanien ist das einzige Land in Europa, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg mehr Jüd*innen lebten als vorher. Sie wurden hier versteckt und beschützt, nicht abgewiesen und ausgeliefert.
  
 Alt und eigen, unterdrückt und gedemütigt, aber jetzt im jugendlichen Aufbruch und voller Tatendrang, so begegnet mir dieses Land. Es ist keine naive Hoffnung auf den Westen, die ich hier bisher finde. Ich finde auch nicht die Enttäuschung, mit der ich gerechnet habe, die Enttäuschung über die westliche Heuchelei. Alt und eigen, unterdrückt und gedemütigt, aber jetzt im jugendlichen Aufbruch und voller Tatendrang, so begegnet mir dieses Land. Es ist keine naive Hoffnung auf den Westen, die ich hier bisher finde. Ich finde auch nicht die Enttäuschung, mit der ich gerechnet habe, die Enttäuschung über die westliche Heuchelei.
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-Jorida Tabaku von der Demokratischen Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für die europäische Integration hat sich für uns Zeit genommen. Sie gehört zur Opposition gegen die regierende Sozialistische Partei. Aber in dem Punkt des EU-Beitritts sind sich die albanischen Parteien gemeinsam mit der Zivilgesellschaft einig. Es gibt 15 Schlüsselkriterien der EU, für die die Erfassung des Statut Quo nun abgeschlossen ist. Am wichtigsten im Verhältnis Albanien/EU sind die Kriterien „Korruption“, „Organisierte Kriminalität“ und „Eigentumsrechte“. Im Herbst diesen Jahres beginnen nun die Verhandlungen über die Einhaltung der einzelnen Kriterien. Die Politik in Albanien steht unter großem Druck, denn die Bevölkerung verliert die Geduld im Warten auf die EU. Eine neue Auswanderungswelle baut sich deswegen gerade auf, ein weiterer „Braindrain“ und den kann sich das Land nicht mehr leisten.+Jorida Tabaku von der Demokratischen Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für die europäische Integration hat sich für uns Zeit genommen. Sie gehört zur Opposition gegen die regierende Sozialistische Partei. Aber in dem Punkt des EU-Beitritts sind sich die albanischen Parteien gemeinsam mit der Zivilgesellschaft einig. Es gibt 15 Schlüsselkriterien der EU, für die die Erfassung des Status Quo nun abgeschlossen ist. Am wichtigsten im Verhältnis Albanien/EU sind die Kriterien „Korruption“, „Organisierte Kriminalität“ und „Eigentumsrechte“. Im Herbst diesen Jahres beginnen nun die Verhandlungen über die Einhaltung der einzelnen Kriterien. Die Politik in Albanien steht unter großem Druck, denn die Bevölkerung verliert die Geduld im Warten auf die EU. Eine neue Auswanderungswelle baut sich deswegen gerade auf, ein weiterer „Braindrain“ – und den kann sich das Land nicht mehr leisten.
  
 Deutschland engagiert sich seit Jahren sehr in der Vorbereitung der EU-Erweiterung im Balkan. Auf der politischen Ebene, aber auch mit vielen konkreten Entwicklungsprojekten, z.B. in Schule und Ausbildung oder der Begleitung von Migration und Rück-Migration. Diese Hilfen sind sehr willkommen.  Deutschland engagiert sich seit Jahren sehr in der Vorbereitung der EU-Erweiterung im Balkan. Auf der politischen Ebene, aber auch mit vielen konkreten Entwicklungsprojekten, z.B. in Schule und Ausbildung oder der Begleitung von Migration und Rück-Migration. Diese Hilfen sind sehr willkommen. 
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 //19 September, in den Bergen vor Tirana// //19 September, in den Bergen vor Tirana//
  
-Doch am Abend wird Fatos Lubonja, ein Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist, der über 17 Jahre in den Arbeitslagern des Hoxha-Regimes überlebt hat, die Hilfen aus dem Ausland kritisieren. Mit ihnen sei Albanien wie ein Baum, der mit den Wurzeln nach oben wächst. Es ist gut gemeint von der EU, aber eigentlich muss die Entwicklung aus Albanien heraus geschehen und nicht von aussen alimentiert werden. Wie eine Schar unmündiger Kinder taumelt die albanische Gesellschaft übergangslos aus der Diktatur in die postdemokratische Gesellschaft, so meint er.+Doch am Abend wird Fatos Lubonja, ein Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist, der über 17 Jahre in den Arbeitslagern des Hoxha-Regimes überlebt hat, die Hilfen aus dem Ausland kritisieren. Mit ihnen sei Albanien wie ein Baum, der mit den Wurzeln nach oben wächst. Es ist gut gemeint von der EU, aber eigentlich muss die Entwicklung aus Albanien heraus geschehen und nicht von außen alimentiert werden. Wie eine Schar unmündiger Kinder taumelt die albanische Gesellschaft übergangslos aus der Diktatur in die postdemokratische Gesellschaft, so meint er.
  
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-Das, was er die postdemokratische Gesellschaft der monopolaren Oligarchen nennt, treibt ihn um. Für ihn ist die Hoffnung auf eine demokratische Entwicklung Albaniens und des gesamten ehemaligen Ostblocks in dem Moment gescheitert, als die Gewinnler des Übergangs, die Oligarchen, aufhörten sich gegenseitig zu bekämpfen und stattdessen Einzelne sich durchsetzten. Am Beispiel Russlands beschreibt er das als den Übergang vom System Jelzin zu dem System Putin. Zuerst hatte Fatos noch gehofft, dass aus dem auch ideologischen Wettstreit der Oligarchen eine pluralistische Demokratie entstehen könnte. Doch dann, sagt Fatos, haben sich pure wirtschaftliche Interessen durchgesetzt, die sich heute nur noch politisch bemänteln. Inszenierungen, um Bevölkerung und Weltöffentlichkeit zu täuschen und auf unbedeutenden Nebenschauplätzen zu beschäftigen. Während die wahren Drahtzieher ihren Reichtum mehren. Die Politiker der Welt haben in dieser wirtschaftlich unterworfenen Globalisierung keine Macht mehr. Die Programme der Parteien unterscheiden sich nicht mehr, alles Politische ist nur noch ein leeres Schauspiel. So ist die beeindruckend lebendige, zutiefst pessimistische Analyse von Fatos. Die neoliberale Realität des heutigen Albaniens beschreibt er als einen Zerr- und Vergrösserungsspiegel für die alten Demokratien. Hier und in den anderen Ländern der pseudokommunistisch erzwungenen Kollektivierung läge die Macht nun ausschließlich bei den kriminell erworbenen Privatvermögen. Es gibt keine Erinnerung an das, was einmal „Demokratie“ war. Und damit fehlt hier das wenige an Immunität, das im alten Westen vielleicht noch für eine Weile bestehen wird. Doch dann, glaubt Fatos, wird auch dort verglimmen, was für mich „der Westen“ ist: Jede wirkliche Beteiligung der Einzelnen am Bau der Gesellschaft. „Oh, man wird noch wählen dürfen!“ Aber er prophezeit, dass es kein individuelles kritisches Bewusstsein mehr geben wird in einer unmündigen Herde von geführten Kindern. +Das, was er die postdemokratische Gesellschaft der monopolaren Oligarchen nennt, treibt ihn um. Für ihn war die Hoffnung auf eine demokratische Entwicklung Albaniens und des gesamten ehemaligen Ostblocks in dem Moment gescheitert, als die Gewinnler*innen des Übergangs, die Oligarchen, aufhörten sich gegenseitig zu bekämpfen und stattdessen Einzelne sich durchsetzten. Am Beispiel Russlands beschreibt er das als den Übergang vom System Jelzin zu dem System Putin. Zuerst hatte Fatos noch gehofft, dass aus dem auch ideologischen Wettstreit der Oligarchen eine pluralistische Demokratie entstehen könnte. Doch dann, sagt Fatos, haben sich pure wirtschaftliche Interessen durchgesetzt, die sich heute nur noch politisch bemänteln. Inszenierungen, um Bevölkerung und Weltöffentlichkeit zu täuschen und auf unbedeutenden Nebenschauplätzen zu beschäftigen. Während die wahren Drahtzieher ihren Reichtum mehren. Die Politiker*innen der Welt haben in dieser wirtschaftlich unterworfenen Globalisierung keine Macht mehr. Die Programme der Parteien unterscheiden sich nicht mehr, alles Politische ist nur noch ein leeres Schauspiel. So ist die beeindruckend lebendige, zutiefst pessimistische Analyse von Fatos. Die neoliberale Realität des heutigen Albaniens beschreibt er als einen Zerr- und Vergrößerungsspiegel für die alten Demokratien. Hier und in den anderen Ländern der pseudo-kommunistisch erzwungenen Kollektivierung läge die Macht nun ausschließlich bei den kriminell erworbenen Privatvermögen. Es gibt keine Erinnerung an das, was einmal „Demokratie“ war. Und damit fehlt hier das wenige an Immunität, das im alten Westen vielleicht noch für eine Weile bestehen wird. Doch dann, glaubt Fatos, wird auch dort verglimmen, was für mich „der Westen“ ist: Jede wirkliche Beteiligung der Einzelnen am Bau der Gesellschaft. „Oh, man wird noch wählen dürfen!“ – Aber er prophezeit, dass es kein individuelles kritisches Bewusstsein mehr geben wird in einer unmündigen Herde von geführten Kindern.  
  
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-Fatos Lubonja hat das Regime Hoxhas überlebt, war einer der letzten, die vor Ausrufung der Republik 1991 aus den Gefängnissen und Arbeitslagern frei kamen. Die kommunistische Diktatur Hoxhas war eine Zeit paranoider Willkür, in der nach und nach alle Freundschaftsbande zu den anderen kommunistischen Staaten zerbrochen wurden. Enver Hoxha hat die Entstalinisierung der Sowjetunion nicht mitgetragen, für ihn war das Verrat. Die Kulturrevolution Chinas hat man in Albanien übernommen, aber das Tauwetter der Ping-Pong-Diplomatie nicht. Albanien hat sich abgeschottet gegen alle und jeden, blieb stalinistisch bis zum bitteren Ende. 1985 starb Enver Hoxha, zwar hinterließ er Kinder, aber keine Dynastie. Der Versuch seiner Getreuen, den Personenkult weiter zu führen, währte nur bis 1991, als das System Hoxhas in Albanien zusammenbrach und ein Land, das insgesamt wie ein paranoides Gefängnis war, plötzlich und unvermittelt Teil einer größeren Welt wurde. +Fatos Lubonja hat das Regime Hoxhas überlebt, war einer der letzten, die vor Ausrufung der Republik 1991 aus den Gefängnissen und Arbeitslagern frei kamen. Die kommunistische Diktatur Hoxhas war eine Zeit paranoider Willkür, in der nach und nach alle Freundschaftsbande zu den anderen kommunistischen Staaten zerbrochen wurden. Enver Hoxha hat die Entstalinisierung der Sowjetunion nicht mitgetragen, für ihn war das Verrat. Die Kulturrevolution Chinas hat man in Albanien übernommen, aber das Tauwetter der Ping-Pong-Diplomatie nicht. Albanien hat sich abgeschottet gegen alle und jeden, blieb stalinistisch bis zum bitteren Ende. 1985 starb Enver Hoxha, zwar hinterließ er Kinder, aber keine Dynastie. Der Versuch seiner Getreuen, den Personenkult weiter zu führen, währte nur bis 1991, als das System Hoxhas in Albanien zusammenbrach und ein Land, das insgesamt wie ein paranoides Gefängnis war, plötzlich und unvermittelt Teil einer größeren Welt wurde.
  
  
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 //22. September, Tirana (Innospace)// //22. September, Tirana (Innospace)//
  
-Am letzten Tag vor der Abreise erfahren wir doch noch von einem sehr gelungenen Projekt aus der Zivilgesellschaft. Olsi Nica von ECO Albania beschreibt uns, wie es gelang den Fluss Vjosa davor zu bewahren, durch 45 Staudämme aus dem längsten frei fließenden Fluß Europas in ein weiteres gezähmtes und artenarmes Gewässer verwandelt zu werden. Die geplanten Staudämme hätten nicht sehr viel Strom produziert. Der Bedarf Albaniens ist ohnehin gering, aber die Ressourcen für erneuerbare Energien reich. In einem Land mit 300 Sonnentage ist die Solarkraft bisher wenig ausgebaut - denn mit großen Bauprojekten lässt sich mehr Geld bewegen und verdienen. Darum ging es bei den zu bauenden Staudämmen eigentlich, nicht um Energie oder sonst einen Nutzen für die Gesellschaft. Aber hier ist es trotzdem in höchsten Maße erstaunlich, dass eine Bürgerbewegung die Staudämme hat verhindern können. Nur weil sie sinnlos und schädlich waren? Denn im Interesse der korrupten Strukturen des Landes waren sie ja sehr wohl. Olsi Nica sagt, er habe kein Patentrezept, liste aber gerne wenigstens die Zutaten für den Erfolg dieser Kampagne auf:+Am letzten Tag vor der Abreise erfahren wir doch noch von einem sehr gelungenen Projekt aus der Zivilgesellschaft. Olsi Nica von ECO Albania beschreibt uns, wie es gelang den Fluss Vjosa davor zu bewahren, durch 45 Staudämme aus dem längsten frei fließenden Fluß Europas in ein weiteres gezähmtes und artenarmes Gewässer verwandelt zu werden. Die geplanten Staudämme hätten nicht sehr viel Strom produziert. Der Bedarf Albaniens ist ohnehin gering, aber die Ressourcen für erneuerbare Energien reich. In einem Land mit 300 Sonnentage ist die Solarkraft bisher wenig ausgebaut - denn mit großen Bauprojekten lässt sich mehr Geld bewegen und verdienen. Darum ging es bei den zu bauenden Staudämmen eigentlich, nicht um Energie oder sonst einen Nutzen für die Gesellschaft. Eine Bürgerbewegung konnte die Staudämme verhindernweil sie sinnlos und schädlich für die Natur und die Gesellschaft waren. Das ist sehr bemerkenswert in Albanien, denn im Interesse der korrupten Strukturen des Landes waren diese Projekte ja sehr wohl. Olsi Nica sagt, er habe kein Patentrezept, liste aber gerne wenigstens die Zutaten für den Erfolg dieser Kampagne auf:
  
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 Rückkehrend zu meiner Ausgangsfrage überlege ich, in welchem Verhältnis ich meine Vorstellung des Westens nun zu Albanien sehe: Rückkehrend zu meiner Ausgangsfrage überlege ich, in welchem Verhältnis ich meine Vorstellung des Westens nun zu Albanien sehe:
  
-Es gibt hier ein Verlangen nach der westlichen subsidiaren Gesellschaft, dem Ideal einer Herrschaft von unten - und eine Bereitschaft dafür. Weit um sich gegriffen hat es, die Hoffnung darauf aufzugeben. Weit, aber nicht nach überall hin. Ich möchte gemeinsam mit einigen Menschen in Albanien an einen möglichen langfristigen Erfolg der Justizreform glauben. Ich möchte glauben, dass die Rezeptur der Vjosa-Kampagne sich auf andere Projekte der Zivilgesellschaft übertragen lässt. Bei meinem Besuch in Brüssel dieses Jahr glaube ich gesehen zu haben, dass die EU einen Willen und eine Kraft hat. Eine Kraft, auf die Albanien sich verlassen und an der es sich ausrichten kann. Auch wenn ich jetzt besser verstehe, wie dieses Vertrauen die menschliche Geduld vor eine überharte Probe stellt. Ich finde, wir, die wir den Westen haben wie einen selbstverständlichen Besitz, sollten uns bewegen. Wir sollten auf die Menschen im Osten des Westen zugehen und uns für sie interessieren. Wir können ihnen dadurch Hoffnung geben, und wir können vielleicht verhindern, dass es wahr wird, was viele hier glauben: dass wir selbst den Westen schon lange verloren haben und er nur noch eine träge Illusion ist. +Es gibt hier ein Verlangen nach der westlichen Subsidiaritäts-Gesellschaft, dem Ideal einer Herrschaft von unten - und eine Bereitschaft dafür. Weit um sich gegriffen hat es, die Hoffnung darauf aufzugeben. Weit, aber nicht nach überall hin. Ich möchte gemeinsam mit einigen Menschen in Albanien an einen möglichen langfristigen Erfolg der Justizreform glauben. Ich möchte glauben, dass die Rezeptur der Vjosa-Kampagne sich auf andere Projekte der Zivilgesellschaft übertragen lässt. Bei meinem Besuch in Brüssel dieses Jahr glaube ich gesehen zu haben, dass die EU einen Willen und eine Kraft hat. Eine Kraft, auf die Albanien sich verlassen und an der es sich ausrichten kann. Auch wenn ich jetzt besser verstehe, wie dieses Vertrauen die menschliche Geduld vor eine überharte Probe stellt. Ich finde, wir, die wir den Westen haben wie einen selbstverständlichen Besitz, sollten uns bewegen. Wir sollten auf die Menschen im Osten des Westen zugehen und uns für sie interessieren. Wir können ihnen dadurch Hoffnung geben, und wir können vielleicht verhindern, dass es wahr wird, was viele hier glauben: dass wir selbst den Westen schon lange verloren haben und er nur noch eine träge Illusion ist. 
  
 ===== Ein Ausblick: die Vjosa ===== ===== Ein Ausblick: die Vjosa =====
 //25. September, Mainz// //25. September, Mainz//
  
-In vielen Windungen schlängelt sich der Fluss durch Albaniens neu entstehenden Nationalpark. 70 Fischarten sind und bleiben hier heimisch, das sind 30% von denen, die es überhaupt gibt in Europas Süßgewässern. 70% Prozent sind es sogar bei den Mollusken, den Weichtieren. 150 verschiedene Arten davon in der Vjosa. Im Laufe der Vjosa-Kampagne wurden von den internationalen Forscher*innen immer wieder Insektenarten entdecktdie man zuvor überhaupt nicht kannte. Auf www.balkanrivers.net findet man viele Informationen dazu. +In vielen Windungen schlängelt sich der Fluss durch Albaniens neu entstehenden Nationalpark. 70 Fischarten sind und bleiben hier heimisch, das sind 30% von denen, die es überhaupt gibt in Europas Süßgewässern. 70% Prozent sogar sind es bei den Mollusken, den Weichtieren. 150 verschiedene Arten davon leben in der Vjosa. Im Laufe der Vjosa-Kampagne wurden von den internationalen Forscher*innen immer wieder neue Insektenarten entdeckt. Arten die man zuvor überhaupt nicht kannte. Auf www.balkanrivers.net findet man viele Informationen dazu. 
  
 Ich möchte die Vjosa durch meinen Malereifilm „Der Osten des Westens“ fließen lassen. Weil sie ein stolzes Zeichen dafür ist, wie der "Osten des Westens" gemeinsam mit dem "Westen des Westens" etwas Wunderbares erreicht hat. Ich möchte die Vjosa durch meinen Malereifilm „Der Osten des Westens“ fließen lassen. Weil sie ein stolzes Zeichen dafür ist, wie der "Osten des Westens" gemeinsam mit dem "Westen des Westens" etwas Wunderbares erreicht hat.
  
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text/tirana_23.txt · Zuletzt geändert: 2024/06/13 20:05 von admin